HAUS KARIN - Geborgenheit und Freiheit

HAUS KARIN Westwall

Besondere Wohnform

Unsere Besondere Wohnform im Haus Karin Westwall bietet Menschen mit psychischen Erkrankungen ein differenziertes, ressourcenorientiertes und personenzentriertes Unterstützungsangebot Ziel ist es, individuelle Fähigkeiten zu stärken, Entwicklung zu ermöglichen und soziale Teilhabe nachhaltig zu fördern.

Betreuung in unterschiedlich ausgerichteten Wohngruppen nach individuellen Fähigkeiten

Unsere Einrichtung verfügt über eine konzeptionell differenzierte Wohngruppenstruktur, die eine individualisierte und ressourcenorientierte Begleitung von Menschen mit psychischen Erkrankungen ermöglicht.

Insgesamt bestehen mehrere Wohngruppen, die jeweils einem von drei abgestuften Versorgungsschwerpunkten zugeordnet sind: Selbstversorgung, Teilversorgung und Komplettversorgung. Diese Struktur stellt sicher, dass Nutzerinnen und Nutzer entsprechend ihres Unterstützungsbedarfs und ihrer persönlichen Fähigkeiten in eine passende Wohngruppe integriert werden – nicht allein auf Grundlage freier Kapazitäten, sondern orientiert an ihren individuellen Ressourcen, biografischen Hintergründen und Entwicklungsmöglichkeiten.

Die differenzierte Aufteilung erlaubt es dem multiprofessionellen Team, Menschen dort abzuholen, wo sie stehen, mit dem Ziel, vorhandene Fähigkeiten zu stärken, neue Kompetenzen zu entwickeln und die Selbstwirksamkeit zu fördern.

Die drei Versorgungsschwerpunkte im Überblick

Selbstversorgung

Diese Wohngruppen richten sich an Personen, die ihren Alltag selbstständiger gestalten können und dies auch wollen. Die Nutzerinnen und Nutzer übernehmen Aufgaben wie Einkaufen, Kochen und Haushaltsführung so eigenständig wie möglich, jedoch weiterhin mit unterstützender Begleitung durch Mitarbeitende.

Die Begleitung ist hier vor allem beratend, reflektierend und stabilisierend ausgerichtet. Ziel ist es, vorhandene Ressourcen zu erhalten, die Selbstbestimmung zu fördern und soziale Teilhabe langfristig zu sichern.

Teilversorgung

In den teilversorgenden Wohngruppen leben Menschen, die über grundlegende alltagspraktische Kompetenzen verfügen, jedoch in einzelnen Bereichen einen erhöhten Unterstützungsbedarf haben.

Mitarbeitende bieten hier gezielte Anleitung und Hilfestellung, beispielsweise bei der Organisation der Mahlzeiten sowie in hauswirtschaftlichen und lebenspraktischen Angelegenheiten. Der Schwerpunkt liegt auf einer aktivierenden und ressourcenorientierten Begleitung, die Überforderung vermeidet und zugleich Weiterentwicklung ermöglicht.

Komplettversorgung

Diese Wohngruppen bieten ein umfassendes Unterstützungsangebot für Personen mit hohem Assistenzbedarf bis hin zur stellvertretenden Übernahme von Aufgaben.

Die Mitarbeitenden übernehmen dabei wesentliche Alltagsaufgaben wie Haushaltsführung, Essenszubereitung sowie hauswirtschaftliche und lebenspraktische Tätigkeiten. Ziel ist es, Stabilität zu schaffen, Beziehungen aufzubauen und zu erhalten und – je nach individueller Möglichkeit – kleine Schritte in Richtung Selbstständigkeit anzubahnen.

Auch hier steht die ressourcenorientierte Haltung im Mittelpunkt: Es geht nicht um Versorgung allein, sondern um gezielte Förderung im Rahmen der persönlichen Möglichkeiten.

Ressourcenorientierung als tragendes Prinzip

Die strukturelle Differenzierung unserer Wohngruppen schafft nicht nur Verlässlichkeit im Alltag, sondern ermöglicht auch eine passgenaue, am individuellen Bedarf ausgerichtete Unterstützung.

Nutzerinnen und Nutzer können – abhängig von ihrer psychischen Stabilität, ihrer Lebensphase oder ihrem persönlichen Entwicklungsprozess – innerhalb der Einrichtung in eine andere Wohngruppe mit passendem Versorgungsniveau wechseln.

Diese Durchlässigkeit des Systems unterstützt eine flexible und anpassungsfähige Betreuung. Sie trägt dazu bei, individuelle Entwicklungsschritte zu begleiten, Rückschritte aufzufangen und stabile Beziehungsangebote zu erhalten – eine zentrale Voraussetzung für gelingende ressourcenorientierte Arbeit.

Im Erstkontaktgespräch erfolgt ein Austausch über gegenseitige Anforderungen und Erwartungen. Das Gespräch ist darauf ausgerichtet, Interessierten eine fachlich fundierte Beratung zu geben und sowohl die betroffene Person als auch Angehörige umfassend über das Leistungsangebot zu informieren.

Dabei wird geprüft, ob grundsätzlich ein Bedarf im Sinne von Teilhabeeinschränkungen aufgrund einer Behinderung oder psychischen Erkrankung bestehen könnte.

Sofern das Leistungsangebot zusagt und eine bedarfsgerechte Betreuung gewährleistet werden kann, kann die Aufnahme terminiert und ein weiteres Aufnahmegespräch vereinbart werden.

Werden die gemeinsam vereinbarten Ziele vollständig erreicht, kann das Betreuungsverhältnis im gegenseitigen Einvernehmen beendet werden. Bei Bedarf ist dabei auch ein Wechsel in eine ambulante Betreuungsform möglich.

Umgekehrt können unterschiedliche Entwicklungen dazu führen, dass ein Entlassprozess aus der Besonderen Wohnform des Haus Karin und ein Wechsel in eine stationäre Pflegeeinrichtung notwendig wird.

Ziel der Bedarfserhebung ist die individuelle Unterstützung von Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen.

Wesentliche Aspekte der Bedarfserhebung

  • Erkennen von Fähigkeiten, Ressourcen und Einschränkungen
  • Ermittlung des Hilfebedarfs nach ICF
  • Förderung von Selbstständigkeit und Selbstbestimmung
  • Sicherstellung eines passgenauen Unterstützungsangebots
  • Transparente Dokumentation als Grundlage für Bewilligungen

Auf Grundlage der Bedarfserhebung wird die Teilhabeplanung entwickelt. Sie ist individuell, personenzentriert und auf die jeweilige Lebenssituation abgestimmt.

Inhalte der Teilhabeplanung

  • Ausgangssituation
  • Ziele in den Bereichen Lernen und Wissen, allgemeine Aufgaben, Kommunikation, Selbstversorgung, häusliches Leben sowie interpersonale Beziehungen
  • Maßnahmen zur Zielerreichung, etwa Assistenz, Förderung oder Therapie
  • Mitwirkung der Leistungsberechtigten und Zuständigkeiten der Fachkräfte
  • Zeitrahmen und Termine

Ziele der Teilhabeplanung

  • Personenzentrierung
  • Ressourcenorientierung
  • Zielorientierung
  • Partizipation der Nutzerinnen und Nutzer
  • Wirksamkeitsorientierung durch regelmäßige Überprüfung und Anpassung

Mitbestimmung und Mitwirkung in unserer Einrichtung bedeuten, dass Nutzerinnen und Nutzer, ihre gesetzlichen Vertreterinnen und Vertreter oder andere berechtigte Gruppen, etwa Nutzervertretungen, aktiv an Entscheidungen beteiligt werden, die ihr Wohl, ihren Alltag und die Gestaltung der Einrichtung betreffen.

Ziel ist eine inklusive und verantwortungsvoll begleitete Mitgestaltung von Abläufen, Angeboten und Rahmenbedingungen, die Selbstbestimmung und Teilhabe fördert und unterstützt.

TEAM WESTWALL

Hi, ich bin Hedwig!

Hedwig ist medizinische Fachangestellte und hat 16 Jahre lang in der ambulanten Pflege gearbeitet. Sie wollte sich beruflich verändern und ist jetzt seit 4 Jahren Teil unseres Teams am Westwall im Bereich Tagesstruktur.

Durch ihre offene, praktische und unkomplizierte Art ist sie unser Allrounder auf die man sich stets verlassen kann.

Werde Teil
unseres Teams!

Wenn Sie eine neue Herausforderung suchen, gerne im Team arbeiten und Freude am Umgang mit Menschen haben, freuen wir uns auf Ihre Bewerbung.

JETZT BEWERBEN